Akupunktur

Wann wird Akupunktur empfohlen?

Die Chinesische Medizin betrachtet den Menschen in seiner Ganzheit und ist nicht in einzelne Fachrichtungen getrennt, wie unsere westliche Medizin. Ihr Anliegen ist es, Krankheiten nicht nur zu heilen, sondern auch der Entstehung schwerer und chronischer Krankheiten vorzubeugen.

Die Akupunktur, eine wichtige chinesische Heilmethode, wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und führenden Akupunkturgesellschaften für viele Krankheitsbilder empfohlen. Eine Auswahl davon haben wir hier für Sie zusammengestellt.

In vielen Fällen ist die "Nadeltherapie" genauso wirksam oder sogar wirksamer als westliche Therapien. Grundsätzlich gilt aber:
Akupunktur kann heilen, was gestört ist, sie kann aber nicht "reparieren", was bereits zerstört ist

So kann sie bei einer Gelenkerkrankung (Arthrose) mit Knorpelschädigungen nicht den Verlust des Knorpels rückgängig machen. Sie kann aber die damit einhergehenden Schmerzen an Bändern, Muskeln und im Bereich der Gelenkkapsel deutlich verringern. Durch eine Akupunkturbehandlung schwillt das Gewebe ab, es wird besser durchblutet, Gelenk und Muskulatur werden beweglicher und trainierbarer - der Schmerz lässt nach.

Was genau bei einer Akupunktur im Körper abläuft, ist wissenschaftlich noch nicht restlos aufgeklärt. Dank moderner wissenschaftlicher Untersuchungsverfahren konnte die Akupunkturwirkung in den letzten Jahren aber viel besser erklärt werden. 

 


In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass das Nadeln bestimmter Akupunkturpunkte spezielle Wirkungen entfaltet, z.B. Linderung von Übelkeit und Erbrechen, Verminderung der Schmerzempfindlichkeit oder Förderung der Wehen.

Die heilende Wirkung kommt u.a. dadurch zustande, dass der stimulierende Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen auslöst, die oft auch als "Glückshormone" bezeichnet werden. Dazu gehören das Serotonin, körpereigene Morphine wie das Endorphin sowie die Enkephaline.
Mit modernen Verfahren wie der funktionellen Kernspintomographie lässt sich die Wirkung der Körperakupunktur (oder der Laserakupunktur) auf den Stoffwechsel im Gehirn eindeutig nachweisen: In jenen Hirnbereichen, die mit den stimulierten Akupunkturpunkten in Verbindung stehen, zeigt sich eine stark erhöhte Aktivität.

Große wissenschaftliche Studien belegen, dass die Akupunktur bei einer Reihe weit verbreiteter Erkrankungen wie Heuschnupfen, Tennisellbogen, Menstruations-beschwerden, allergischem Asthma oder chronischen Wirbelsäulenleiden den herkömmlichen medizinischen Therapien klar überlegen ist.

ie weltweit größten Untersuchungen, die ART- und GERAC-Studie mit mehr als 250.000 Patienten wurden in Deutschland durchgeführt. Sie ergaben, dass Akupunktur bei chronischen Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen (z.B. infolge einer Arthrose) in drei von vier Fällen zu einer deutlichen und lang anhaltenden Schmerzlinderung führt. Die Studien weisen darauf hin, dass Akupunktur bei diesen Beschwerden genauso gut oder sogar besser wirkt als herkömmliche Therapien (Medikamente, Krankengymnastik oder Massagen). 

 

www.YNSA.info

  • Was ist YNSA / Schädelakupunktur?

Schädelakupunktur nach Dr. Yamamoto - Yamamoto New Scalp Acupuncture (YNSA) 


YNSA arbeitet über in sich geschossene Somatotope - Abbildungen des Körpers auf kleine Areale – am Kopf und am Körper. 

Der Therapeut bekommt über die Anamnese (Krankheitsgeschichte), die Hals- und die Bauchdiagnostik Hinweise, in welchen Arealen er druckschmerzhafte Punkte oder Zonen zu erwarten hat. Z.B. geht ein Schmerz im Arm häufig mit einer druckschmerzhaften Verquellung des Gewebes in der Gegend der Geheimratsecke einher. 

Die Punkte werden durch Betasten (Palpation) aufgesucht und dann mit feinen Nadeln oder mit Laser und gelegentlich auch elektrisch stimuliert. Die Nadeln bleiben für mindestens 20 Minuten liegen.

Die Somatotope wurden von dem japanischen Arzt Dr. Yamamoto in den 70er Jahren entdeckt und werden seither zunehmend erforscht. YNSA eignet sich besonders für die Behandlung von Schmerzen jeder Form und von neurologischen Erkankungen (z.B. in der Neurorehabilitation).  Die Methode erfreut sich international zunehmender Beliebtheit. Das liegt an der therapeutischen Potenz der Methode, die Ärzte und Patienten gleichermaßen begeistert und an dem unermüdlichen Einsatz des 75-jährigen japanischen Arztes und Begründers der Methode, Dr. Toshikatsu Yamamoto, der jährlich bei der Forschungsgruppe Akupunktur persönlich unterrichtet.

 

Indikationen 

Kopfschmerzen 
Migräneschmerzen 
Trigeminusneuralgie 
Gesichtsneuralgie 
atypischer Gesichtsschmerz 
Zahnschmerz 
HWS-Syndrom 
Zervikalsyndrom 
Kiefergelenksarthralgie 
Kieferneuralgie 
Fazialisparese 
Herpes zoster facialis 
Schwindel 
Stirnhöhlenvereiterung 
Kieferhöhlenvereiterung 
Nebenhöhlenvereiterung 
Halbseitenlähmung 
Schlaganfall 
Alle segmentalen cervikalen oder cerebellären Störungen 

Postoperativ kann der YNSA-Basis-Punkt von Nutzen sein: 

nach Kieferoperationen 
nach Nebenhöhlenoperationen 
nach Nasenscheidewandoperationen 
nach mundkieferchirurgischen Eingriffen