Kinesiotaping

Im Unterschied zum klassischen Tapen, bei dem die Stabilität und Gelenksruhigstellung im Vordergrund steht, soll beim Kinesio- taping die volle Bewegungsfreiheit erhalten bleiben um so die körpereigenen Heilungsprozesse besser in Gang zu bringen.

 

Es werden elastische Tapes in verschiedenen Farben auf der Haut angebracht. Je nach gewünschter Wirkung wird mehr oder weniger Zug auf Haut und Bindegewebe aber auch Muskeln übertragen.

 

Ein Ziel ist die Aktivierung der Lymphwege und so die wirksame Entstauung des Gewebes. Bereits die Abschwellung führt zur Schmerzreduktion.

 

Eine andere Technik spricht eher Fascien und Muskeln an. So kann man durch den Zug der Tapes in Muskel- oder Fascienzugrichtung eine Veränderung der Propriozeption  (Eigenwahrnehmung der Muskel und Gelenksstellungen) bewirken. Das führt zu einer Umstellung der Körperstatik in die gewünschte schmerzfreie Richtung.

 

In der Kombination mit Manueller Medizin oder Osteopathie ist das Kinesio- Tapig sehr gut einsetzbar. Die Therapieeffekte werden dadurch verlängert und eine schnellere Schmerzreduktion erzielt.

Zusätzliches Koordinationstraining oder Training auf Vibrationsplatten verstärkt der Effekt auf die Körperwahrnehmung.

 

Die Tapes sind gut verträglich und waschbar. Sie bleiben bis zu 14 Tagen auf der Haut und stören nicht. Man kann normal Sport betreiben , Arbeiten oder Duschen.
Als einzige Nebenwirkung kann eine Pflasterunverträglichkeit  sein. Manchmal kommt es zu Hautirritationen, das tritt aber sehr selten auf.

 

Vorteile auf einen Blick:

  • Ödemreduktion
  • Bei Trauma schon früh anwendbar
  • Schmerzreduktion
  • Längeres Nachwirken anderer (Manuelle Medizin) Therapien
  • „Neuromuskuläres Umprogrammieren“
  • Bei Sport gut anwendbar