Manuelle Medizin

Manuelle Medizin in der modernen Schmerztherapie
Schmerzhemmende körpereigene Systeme werden durch manuelle Medizin angesprochen. Wie keine andere Therapieform weist die manuelle Medizin gerade bei der Behandlung chronischer Schmerzen gute bis sehr gute Wirkungen auf.

 

Die meist durch intensive Pharmakotherapie, physikalische und invasive Therapie belasteten Schmerzpatienten sind besonders dankbar für schmerzfreie manuelle Zuwendung. Die Hauptindikation für die Manuelle Medizin sind Kopfschmerzformen, HWS- und LWS-Schmerzen, neuropathische Schmerzen sowie verschiedene dysfunktionelle Störungen.

 

Manuelle Medizin in der Kinderheilkunde
Manuelle Medizin wirkt angstvermeidend und gilt als freundlich zugewandte Therapieform. Der ganzheitliche Blick auf die kleinen Patienten und ihr breites Spektrum von Zugriffsmöglichkeiten bei Funktionsstörungen am Bewegungsorgan in der Entwicklung machen die Manuelle Medizin besonders wirksam.

Zu den wichtigsten Indikationen zählen:

  • neuro-muskuläre und sensomotorische Entwicklungsstörungen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Folgen von belastenden oder traumatischen Geburtsvorgängen sowie Schmerzzuständen im Entwicklungsalter bei skeletto-muskulärer Dysbalance

 

Manuelle Medizin in der HNO-Heilkunde
Zahlreiche Beschwerdebilder der oberen Halswirbelsäule können behandelt werden. Störungen der HWS- und Kiefergelenke sowie der Muskulatur können eine ganze Reihe von HNOärztlichen Symptomen auslösen. Mit den Methoden der manuellen Diagnostik ist ihre anatomische Komplexität oft besser zu durchleuchten z.B. bei scheinbar paradoxen Schmerzlokalisationen und Funktionsstörungen wie Schwindelzustände, Tinnitus, Hörstörungen und Ohrenschmerzen, Schluckbeschwerden, Fremdkörpergefühl und Stimmstörungen sowie craniale Perfusionsstörungen.

Manuelle Medizin in der Hausarztpraxis
Erweiterung des Behandlungsspektrums. Jeden Tag ist der Hausarzt vielfach mit der Volkskrankheit Rückenschmerz konfrontiert. Die Manuelle Medizin ermöglicht es dem Erstbehandler durch die gezielte manual-medizinische Untersuchung potenziell gefährliche Verläufe abzugrenzen, Blockierungen einzelner Segmente zu erfassen, muskuläre Dysbalancen aufzuzeigen, schnell eine Schmerzlinderung zu erzielen und sogar die Chronifizierung von Kreuzschmerzen rechtzeitig zu verhindern.


Manuelle Medizin in der Sportmedizin
Funktionelle Denkweise des Manual-Mediziners ermöglicht neue Behandlungsformen bei Verletzungen und Überlastungsschäden. Regelmäßiges körperliches Ausdauertraining gehört heute zum Fitnessprogramm vieler Menschen. Häufig treten aber neben den erwünschten Effekten Verletzungen und Überlastungsschäden auf. Der Manual-Mediziner verfügt über sehr effiziente Behandlungstechniken für die oberen und unteren Extremitäten sowie für Wirbelsäule und Rumpf .

 

Manuelle Medizinin der Orthopädie
Breites Spektrum von Einsatzmöglichkeiten 60 % aller Absolventen der Zusatzausbildung Manuelle Medizin/Chirotherapie sind Orthopäden und Unfallchirurgen. Dieser Gruppe von Ärzten kommt eine besonders gewichtige Rolle in der Behandlung des Bewegungsorgans zu. Die Manuelle Medizin bietet für sie ein großes Spektrum von Interventionsmöglichkeiten.


Funktionsstörungen ertasten
Die manuelle Diagnostik verwendet den Tastsinn der Hände um Funktionsstörungen, Muskelverspannungen, Temperaturdifferenzen und vegetative Reaktionen des Organismus zu erfassen, die mit Hilfe der bildgebenden Methoden nicht nachweisbar sind. Auch elektrophysiologische, laborchemische und physikalische Diagnosemethoden können den Tastsinn der Hand nicht ersetzen. Die manuelle Palpation kann also den diagnostischen Erkenntnisraum exklusiv und erheblich erweitern.

Unverzichtbarer Bestandteil einer substantiellen Schmerzanalyse
Die manuelle Diagnostik ist in der Schmerzanalyse am Bewegungsorgan unverzichtbar. Sie ist durch kein anderes Verfahren zur Gewinnung substantieller Erkenntnisse für das funktionelle Verhalten und das Sensibilisierungsverhalten bei Schmerzen am Bewegungsorgan ersetzbar.